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	<description>...an des Buchhändlers Gestaden</description>
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		<title>Planet9</title>
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		<title>Drei Fragen &#8211; ein Stöckchen&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 20:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogkram]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Stöckchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Stöckchen von Hape! Und das geht so:
Die Regeln: Ich beantworte die drei Fragen, die sich die Welt wo weiß ausgedacht hat, denke mir drei neue Fragen aus und schmeiße das Stöckchen drei Bloggern zu, die meine Fragen beantworten, sich drei neue Fragen ausdenken, den Stock an drei Blogger werfen usw.
Also, hier kommen die drei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2276&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein Stöckchen von <a href="http://hape42.de/blog/2009/09/20/stockchen-hoch-3/" target="_blank">Hape</a>! Und das geht so:</p>
<blockquote><p>Die Regeln: Ich beantworte die drei Fragen, die sich die Welt wo weiß ausgedacht hat, denke mir drei neue Fragen aus und schmeiße das Stöckchen drei Bloggern zu, die meine Fragen beantworten, sich drei neue Fragen ausdenken, den Stock an drei Blogger werfen usw.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Also, hier kommen die drei Frage, die sich Hape ausgedacht hat:</p>
<blockquote><p>1. Warum magst Du Science Fiction Bzw. warum magst Du Science Fiction nicht?</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Also erstmal: ich MAG Science Fiction! Eines meiner prägenden Kindheitserlebnisse war sicher &#8222;Krieg der Sterne&#8220; im Kino. &#8222;Raumschiff Enterprise&#8220; habe ich geliebt, die &#8222;Perry Rhodan&#8220;-Hefte verschlungen. Warum? Weil es für einen kleinen Jungen nichts cooleres gibt als ein <a href="http://www.jedipedia.de/wiki/index.php/Lichtschwert" target="_blank">Lichtschwert</a> (vulgo <em>Laserschwert</em>) &#8211; naja, vielleicht noch <a href="http://www.toy-palace.com/product_info.php?products_id=1924" target="_blank">Han Solos Blaster</a>. Oder ein <a href="http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Ultraschlachtschiff" target="_blank">Ultraschlachtschiff</a> der Dingensbums-Klasse mit mehreren Kilometern Durchmesser und unvorstellbarer Feuerkraft (wie bei Perry Rhodan). Heute sehe ich das etwas differenzierter&#8230;<br />
Ich lasse mich von Büchern gerne überraschen. Ich will etwas Unbekanntes entdecken. Wo ginge das besser als in SF-Literatur? Zum Beispiel Neal Stephensons &#8222;<a href="http://planet9.wordpress.com/2009/01/03/neal-stephenson-anathem-1/" target="_blank">Anathem</a>&#8222;: eine völlig neue Welt, zwar irgendwie bekannt aber doch immer wieder erstaunlich und fremd.<br />
Und was auch eine Rolle spielt: viele Autoren in diesem Genre haben eine zentrale Idee und entwickeln davon ausgehend eine Zukunftsvision. Das ist (im besten Fall) konsequent und logisch gemacht, was mir einfach gefällt. Ein schönes Beispiel sind die Romane um Takeshi Kovacs von Richard Morgan. Darin wird der Frage nachgegangen, wie unsere Zivilisation sich verändern würde, wenn man das menschliche Bewusstsein abspeichern und auf andere Körper übertragen könnte. Natürlich nicht als dröges Gedankenexperiment, sondern mit Action und Spannung garniert.</p>
<blockquote><p>2. Welches ist dein Lieblingsbuch (notfalls auch Film) aus dem Genre Science Fiction?</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Oh, das ist schwer! Das oben erwähnte &#8222;Anathem&#8220; käme in Betracht, &#8222;<a href="http://planet9.wordpress.com/2008/11/19/iain-banks-die-spharen/" target="_blank">Die Sphären</a>&#8220; von Iain Banks fand ich toll, Die &#8222;Otherland&#8220;-Reihe von Tad Williams ist genial. Oder auch das wunderbare &#8222;Wettflug der Nationen&#8220; von Hans Dominik, ein Buch, das so heute nicht mehr vorstellbar wäre. Und wo wir grade bei &#8222;Klassikern&#8220; sind: &#8222;Auf zwei Planeten&#8220; von Kurd Lasswitz hat mich auch sehr beeindruckt. Aber wenn ich irgendwo ein Lieblingsbuch angeben muss (bei meinen Kindern &#8222;grassieren&#8220; gerade die Freundschaftsbücher), dann schreibe ich &#8222;Moby-Dick&#8220; &#8211; das ist eine klare Sache&#8230;</p>
<blockquote><p>3. Wer ist Dein Lieblingsautor (nicht unbedingt Science Fiction, aber würde mich interessieren)?</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Tja. Auch nicht einfach. Ich definiere jetzt einfach mal &#8222;Lieblingsautor&#8220; als einen Autor, bei dem das Herz ein bisschen schneller schlägt, wenn man erfährt, dass ein neues Buch kommt. Dann würde ich sagen im Augenblick ist Richard Morgan mein Lieblingsautor im Bereich SF. Weil seine Sachen immer beeindruckend und manchmal ausserordentlich überraschend sind. Und weil ich mir einen neuen Roman von ihm unbesehen kaufen würde&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Dieses war der erste Streich&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Nun also noch drei Fragen von mir an drei Blogger, hmmm&#8230;</p>
<p><strong>1. Wo kaufst Du am liebsten deine Bücher?</strong></p>
<p><strong>2. Wie wählst Du aus, was du kaufst? Also: wieso dieses Buch und nicht jenes?</strong></p>
<p><strong>3. Beim <a href="http://smoel.wordpress.com/2009/08/24/zehn-punkte-an-denen-man-eine-gute-buchhandlung-erkennt/" target="_blank">Hedoniker</a> gab es neulich eine Liste mit 10 Punkten, die eine gute Buchhandlung ausmachen. Was wären die drei wichtigsten Punkte für Dich?</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Die Fragen sollen gehen an: <a href="http://radiergummi.wordpress.com" target="_blank">Flattersatz</a>, <a href="http://woertersalat.wordpress.com/" target="_blank">Norella</a> und an <a href="http://larsschiefelbein.wordpress.com/" target="_blank">Lars</a>. Aber natürlich darf auch jeder andere.</p>
<p style="text-align:justify;">
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/planet9.wordpress.com/2276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/planet9.wordpress.com/2276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/planet9.wordpress.com/2276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/planet9.wordpress.com/2276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/planet9.wordpress.com/2276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/planet9.wordpress.com/2276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/planet9.wordpress.com/2276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/planet9.wordpress.com/2276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/planet9.wordpress.com/2276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/planet9.wordpress.com/2276/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2276&subd=planet9&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mark Alpert: Die Würfel Gottes</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 16:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Einstein]]></category>
		<category><![CDATA[Quantentheorie]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Weltformel]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen grossen Teil seiner späten Jahre verbrachte Albert Einstein mit der Suche nach der &#8222;Weltformel&#8222;, einer Verbindung der von ihm ungeliebten Quantentheorie mit seiner Relativitätstheorie, einer Formel, mit der sich alle beobachtbaren physikalischen Ereignisse beschreiben lassen. Er hat sie nicht gefunden (bislang ist das niemandem gelungen), doch was wäre wenn? Wenn er die Theorie gefunden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2381&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://planet9.files.wordpress.com/2009/11/alpert_wuerfelgottes.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2382" title="Mark Alpert: Die Wuerfel Gottes" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/11/alpert_wuerfelgottes.jpg?w=60&#038;h=96" alt="Mark Alpert: Die Wuerfel Gottes" width="60" height="96" /></a>Einen grossen Teil seiner späten Jahre verbrachte Albert Einstein mit der Suche nach der &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltformel" target="_blank">Weltformel</a>&#8222;, einer Verbindung der von ihm ungeliebten Quantentheorie mit seiner Relativitätstheorie, einer Formel, mit der sich alle beobachtbaren physikalischen Ereignisse beschreiben lassen. Er hat sie nicht gefunden (bislang ist das niemandem gelungen), doch was wäre wenn? Wenn er die Theorie gefunden hätte und hätte feststellen müssen, dass sich damit eine Waffe bauen liesse, im Vergleich zu der die Atombombe eine Knallerbse wäre? Das ist die Idee, aus der Mark Alpert seinen Thriller &#8222;Die Würfel Gottes&#8220; (Übersetzung: Jochen Stremmel) strickt. Einstein hat die Formel gefunden, er hat sie aber nicht zerstört, sondern an seine vertrauenswürdigen Assistenten weitergegeben. Und jetzt versucht ein Bösewicht, an die Formel zu gelangen. Sein Handlanger dabei ist Simon, ein ehemaliger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Speznas" target="_blank">Speznas</a>-Kämpfer und Tschetschenien-Veteran, der aber auch seine eigenen Ziele verfolgt&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Held der Geschichte ist David Swift, früher einmal Physik-Student und nun Wissenschaftsautor, der in die Geschichte hereingezogen wird, da er an der Universität mit einem der ehemaligen Assistenten Einsteins gearbeitet hat. Als dieser nach einem Überfall im Krankenhaus liegt, lässt er nach Swift rufen und verrät ihm eine geheimnisvolle Zahlenfolge. Wir ahnen es schon &#8211; es ist der Schlüssel zum Versteck der Formel. Auch die US-Regierung hat Interesse an den Informationen, Swift wird vom FBI festgenommen und verhört, doch natürlich gelingt ihm die Flucht und er macht sich auf die Suche nach Einsteins Weltformel, &#8222;dem heiligen Gral der Physik&#8220;, verfolgt vom FBI, der US-Armee, Verrätern und natürlich Simon, der eine blutige Spur hinterlässt. Doch Swift findet auch Mitstreiter, allen voran die Physikerin Monique Reynolds. Gemeinsam trotzen sie allen Widrigkeiten.</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Die Würfel Gottes&#8220; ist in meinen Augen ein solider, spannender Thriller, dem eine interessante Idee zu Grunde liegt, die für meinen Geschmack aber ein bisschen zu kurz kommt. Einsteins Weltformel ist am Ende ein wenig blass, irgendwie langweilig. Natürlich kann man eine ziemlich bösartige Waffe damit konstruieren, aber als Leser hätte man sich ein wenig mehr &#8222;Erleuchtung&#8220; erhofft. Was Alpert liefert ist eine abgewandelte Version der String-Theorie, wie man sie sehr schön zum Beispiel in &#8222;<a href="http://fischer-juelich.shop-asp.de/shop/action/productDetails/3564619/brian_greene_das_elegante_universum_3442153743.html?aUrl=90007966" target="_blank">Das elegante Universum</a>&#8220; von Brian Greene (siehe auch Video unten) nachlesen kann.<br />
Was positiv auffällt ist Simon, der eiskalte Killer, der hinter Swift her ist. Denn stellenweise ist er gar nicht so eiskalt, wir erfahren ein wenig über seine Vergangenheit und haben sogar etwas Verständnis für ihn &#8211; allerdings nur bis er so richtig &#8222;loslegt&#8220;&#8230;<br />
Was mich stört (wie fast immer bei diesem Genre), ist der durchschnittliche Held, der immer wieder den Spezialisten entwischen kann, die hinter ihm her sind. Besonders markant die Stelle, in der sich Swift einen Flammenwerfer konstruiert. Aus einer Wasserpistole. Mit einem Killer auf den Fersen, in FBI-Gewahrsam und völliger Dunkelheit. Ganz schön cool &#8211; für einen Wissenschaftsjournalisten. Aber das ist halt so bei Thrillern. Damit muss man leben&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://planet9.wordpress.com/2009/11/08/mark-alpert-die-wurfel-gottes/"><img src="http://img.youtube.com/vi/d_QtXb2txFM/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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		<title>Verpasst&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 10:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;habe ich den &#8222;Abgabetermin&#8220; für die &#8222;WordPress Logo Fun&#8222;-Aktion. Aber egal. Hier ist mein Beitrag&#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8230;habe ich den &#8222;Abgabetermin&#8220; für die &#8222;<a href="http://en.blog.wordpress.com/2009/10/08/support-hours-wp-logo-fun/" target="_blank">WordPress Logo Fun</a>&#8222;-Aktion. Aber egal. Hier ist mein Beitrag&#8230;</p>
<div id="attachment_2367" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px"><a href="http://planet9.files.wordpress.com/2009/10/wordpress-for-men.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2367" title="wordpress for men" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/10/wordpress-for-men.jpg?w=128&#038;h=96" alt="wordpress for men ;)" width="128" height="96" /></a><p class="wp-caption-text">wordpress for men ;)</p></div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/planet9.wordpress.com/2366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/planet9.wordpress.com/2366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/planet9.wordpress.com/2366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/planet9.wordpress.com/2366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/planet9.wordpress.com/2366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/planet9.wordpress.com/2366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/planet9.wordpress.com/2366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/planet9.wordpress.com/2366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/planet9.wordpress.com/2366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/planet9.wordpress.com/2366/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2366&subd=planet9&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Übersetzen&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 20:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzer]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kommentar des Übersetzers von &#8222;Glister&#8222;, Bernhard Robben, hat mich auf etwas aufmerksam gemacht: die Vernachlässigung der Übersetzung bei einer Buchrezension.
Ich habe grosse Hochachtung vor dieser Berufsgruppe, Menschen, die Literatur von einer Sprache in eine andere übersetzen. Es ist keine leichte Aufgabe, manchmal undankbar und (wie man hört) auch noch schlecht bezahlt.
Leider (für die Zunft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2318&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://planet9.wordpress.com/2008/01/10/moby-dick-ubersetzung-die-losung/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-231" title="Moby-Dick Skript, Kap. 78 - klein" src="http://planet9.files.wordpress.com/2008/01/moby-dick-skript-kap-78-klein.jpg?w=85&#038;h=98" alt="Moby-Dick Skript, Kap. 78 - klein" width="85" height="98" /></a>Ein Kommentar des Übersetzers von &#8222;<a href="http://planet9.wordpress.com/2009/09/20/john-burnside-glister/" target="_blank">Glister</a>&#8222;, Bernhard Robben, hat mich auf etwas aufmerksam gemacht: die Vernachlässigung der Übersetzung bei einer Buchrezension.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich habe grosse Hochachtung vor dieser Berufsgruppe, Menschen, die Literatur von einer Sprache in eine andere übersetzen. Es ist keine leichte Aufgabe, manchmal undankbar und (wie man hört) auch noch schlecht bezahlt.</p>
<p style="text-align:justify;">Leider (für die Zunft der Übersetzer) ist es aber auch so, dass eine gut gemachte Übersetzung nicht auffällt. Nur wenn sie schlecht oder fehlerhaft ist, dann bemerkt man sie. Wie bei einem Dachdecker: kein Mensch ruft ihn an um zu sagen, dass ein Dach dicht ist. Aber wenn es durchregnet &#8211; oh weh!</p>
<p style="text-align:justify;">Es gibt einige wenige Fälle, in denen ich mir Gedanken über die Übersetzung eines Buchs mache: bei &#8222;Moby-Dick&#8220;, weil es so viele unterschiedliche Übersetzungen gibt, bei &#8222;<a href="http://planet9.wordpress.com/2008/06/18/mark-z-danielewski-house-of-leaves-das-haus-die-ubersetzung/" target="_blank">House of Leaves</a>&#8222;, weil es kaum übersetzbar ist oder zum Beispiel bei &#8222;<a href="http://planet9.wordpress.com/2007/11/06/max-brooks-wer-langer-lebt-ist-spater-tot/" target="_blank">Wer länger lebt, ist später tot</a>&#8222;, weil hier die Übersetzung teilweise ziemlich schlampig ist. In der Regel aber nehme ich die Übersetzung einfach als gegeben hin.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ganz grundsätzlich möchte ich hier also alle Übersetzer loben, die ich nicht speziell erwähne.</strong> Euer Dach ist dicht! Gute Arbeit! Und ich werde mich bemühen, in Zukunft wenigstens mal die Namen zu erwähnen&#8230;</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/planet9.wordpress.com/2318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/planet9.wordpress.com/2318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/planet9.wordpress.com/2318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/planet9.wordpress.com/2318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/planet9.wordpress.com/2318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/planet9.wordpress.com/2318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/planet9.wordpress.com/2318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/planet9.wordpress.com/2318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/planet9.wordpress.com/2318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/planet9.wordpress.com/2318/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2318&subd=planet9&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Moby-Dick Skript, Kap. 78 - klein</media:title>
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	</item>
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		<title>Guillermo Del Toro / Chuck Hogan: Die Saat</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 19:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Die Saat&#8220; von Guillermo Del Toro (eigentlich ja Regisseur &#8211; z.B. Pans Labyrinth, Hellboy) und Chuck Hogan (Endspiel) ist eine Vampirgeschichte. Aber was für eine!
Vampire haben im Augenblick mal wieder Konjunktur, nicht zuletzt dank Stephenie Meyers &#8222;Bis(s)&#8220;-Reihe. Das hier ist aber definitv nichts für die Fans von Edward &#38; Bella&#8230;

&#8222;Denk lieber an jemanden mit einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2306&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://www.thestraintrilogy.com/" target="_blank"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2338" title="deltorohogan_diesaat" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/10/deltorohogan_diesaat.jpg?w=96&#038;h=96" alt="deltorohogan_diesaat" width="96" height="96" /></a>&#8222;Die Saat&#8220; von Guillermo Del Toro (eigentlich ja Regisseur &#8211; z.B. <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt0457430/" target="_blank">Pans Labyrinth</a></em>, <em><a href="http://planet9.wordpress.com/2007/12/29/tv-tipp-hellboy/" target="_blank">Hellboy</a></em>) und Chuck Hogan (<em><a href="http://fischer-juelich.shop-asp.de/shop/action/productDetails/7069207/chuck_hogan_endspiel_3453432894.html?aUrl=90007966" target="_blank">Endspiel</a></em>) ist eine Vampirgeschichte. Aber was für eine!<br />
Vampire haben im Augenblick mal wieder Konjunktur, nicht zuletzt dank Stephenie Meyers &#8222;Bis(s)&#8220;-Reihe. Das hier ist aber definitv nichts für die Fans von Edward &amp; Bella&#8230;</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Denk lieber an jemanden mit einem schwarzen Cape. Mit langen Zähnen. Und einem komischen Akzent.&#8220; Setrakian beugte sich vor. &#8222;Und dann ziehst du das Cape und die langen Zähne wieder ab. Und den komischen Akzent. Alles, was irgendwie komisch wirkt.&#8220;</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Das ist so ungefähr die witzigste Stelle im ganzen Roman. Ansonsten ist &#8222;Die Saat&#8220; ziemlich düster:<br />
Auf dem Flughafen JFK in New York landet ein Flugzeug. Alle Passagiere sind tot. So scheint es jedenfalls. Sie sind leider alles andere als tot. Lebendig sind sie aber auch nicht mehr. Das ist der Anfang einer schrecklichen Plage, die über die Stadt hereinbrechen wird. Die Seuchenbekämpfungsexperten Ephraim Goodweather und Nora Martinez untersuchen das Flugzeug und stossen bald auf Unerklärliches. Mit Hilfe von Abraham Setrakian, einem alten Pfandleiher mit interessanter Vergangenheit und einschlägigen Erfahrungen, versuchen sie, das Schlimmste zu verhindern. Das Ende der Welt hat einen Namen: Vampire!<br />
Diese Vampire sind allerdings anders als alles, was man so kennt. Kein Graf Dracula und auch kein Vampir Lestat, eher schon Zombies mit einem Durst nach Blut. Nichts menschliches ist mehr an ihnen. Dafür haben sie einen &#8222;Meister&#8220;, der über unglaubliche Macht verfügt. Dieser Meister ist es, der einen uralten Waffenstillstand zwischen den verschiedenen Vampirclans gebrochen hat und nun seine eigenen Ziele verfolgt. Die Menschheit könnte dabei auf der Strecke bleiben&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Die Saat&#8220; ist klasse konstruiert, spannend und kurzweilig geschrieben, glaubwürdig (für eine Vampirgeschichte), spielt in faszinierender Weise mit alten Vampirmythen und ist richtig gruselig! Natürlich ist nichts wirklich <em>neu</em> in diesem Buch &#8211; aber die Kombination ist gelungen. Gute Unterhaltung für lange Herbst- und Winterabende!<br />
Übrigens: &#8222;Die Saat&#8220; ist der erste Band einer Trilogie. Hoffentlich findet Del Toro neben all seinen <a href="http://www.imdb.com/name/nm0868219/" target="_blank">anderen Projekten</a> noch Zeit für die beiden folgenden Bände!</p>
<p style="text-align:justify;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://planet9.wordpress.com/2009/10/09/guillermo-del-toro-chuck-hogan-die-saat/"><img src="http://img.youtube.com/vi/sf2VNg0kBTQ/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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	</item>
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		<title>Charif Majdalani: Ein Palast auf Reisen</title>
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		<comments>http://planet9.wordpress.com/2009/09/24/charif-majdalani-ein-palast-auf-reisen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[1001 Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Charif Majdalani]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlässt ein junger Libanese seine Heimat, um in der weiten Welt sein Glück zu suchen. Er besteht Abenteuer, begegnet einer märchenhaften Karawane und findet schließlich seine große Liebe.&#8220;- So weit der Klappentext auf &#8222;Ein Palast auf Reisen&#8220;. Irgendwie stimmt das auch schon alles, aber es vermittelt ein falsches Bild dieses [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2241&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=260643" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-2242" title="Charif Majdalani: Ein Palast auf Reisen, Verlag Knaus" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/09/palastaufreisen.jpg?w=102&#038;h=106" alt="Charif Majdalani: Ein Palast auf Reisen, Verlag Knaus" width="102" height="106" /></a>&#8222;Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlässt ein junger Libanese seine Heimat, um in der weiten Welt sein Glück zu suchen. Er besteht Abenteuer, begegnet einer märchenhaften Karawane und findet schließlich seine große Liebe.&#8220;- So weit der Klappentext auf &#8222;Ein Palast auf Reisen&#8220;. Irgendwie stimmt das auch schon alles, aber es vermittelt ein falsches Bild dieses bemerkenswerten Buchs.</p>
<p style="text-align:justify;">Was vor allen Dingen nicht deutlich wird &#8211; aber das ist auch schwierig &#8211; ist die wunderbare Ruhe und nostalgische Eleganz, mit der hier erzählt wird. Vor dem Leser wird das Bild einer fernen Zeit ausgebreitet &#8211; die es so wahrscheinlich nie gegeben hat, von der man aber gerne träumen mag. Eine Zeit von prächtigen Dinnerpartys in Kairo, von korrekt gekleideten Abenteurern und perfekten Gentlemen, von geheimen diplomatischen Missionen in Feindesland, von gewaltigem Reichtum und der damit verbundenen Macht.<br />
Es ist die &#8211; von einem fiktiven Enkel rekonstruierte &#8211; fiktive Lebensgeschichte eines Libanesen aus bester Familie, gelehrt und wohlerzogen, der, so wie viele seiner Landsleute in dieser Zeit, seine Heimat verlässt. Er geht aber nicht in die Vereinigten Staaten oder nach Brasilien, nicht nach Haiti oder Sansibar, er geht in den Sudan: &#8222;das undankbarste Gebiet, das es zu jener Zeit gab&#8220;.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Wie die Konquistadoren, die Europa nicht mehr zu halten vermochte, verließ er den Libanon eines schönen Tages im Frühling. Vermutlich mit einigen Hemden und Taschentüchern in einem  kleinen Koffer und zärtlichen Erinnerungen im Kopf &#8211; an die Bäume im Garten des Hauses der Familie, wohin der Wind den ewigen Rhytmus des Meeres trägt, an den Duft von Jasmin und  Gardenien, an den weiten Himmel von Beirut, weich wie die Wange einer Frau, und an das liturgische Weiß des Schnees auf dem Gipfel des Sannin.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Als Verbindungsoffizier für die britischen Truppen arbeitet er, bleibt allerdings Zivilist. Seine Sprachkenntnisse und sein Wissen um Land und Leute führen dazu, dass er rasch auf seine erste Mission geschickt wird. Auch wenn er, Samuel Ayyad, mitten in politischen Unruhen und den Wirren des Ersten Weltkriegs durch Arabien zieht, ist &#8222;Ein Palast auf Reisen&#8220; doch kein klassischer Abenteuer-Roman. Ein einziges Mal gibt es eine Schiesserei und auch davon wird mehr nebenher erzählt. Sonst gelingt es Samuel immer, alle Probleme mit Geschick und (britischem) Geld aus dem Weg zu räumen. So bleibt seine Begegnung mit dem berühmten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T._E._Lawrence" target="_blank">T.E. Lawrence</a> (an dessen Werdegang Samuel in vieler Hinsicht erinnert) nur eine Anekdote und selbst der titelgebende &#8222;Palast auf Reisen&#8220; ist viel weniger spektakulär als man annehmen könnte. Aber genau das macht für mich auch den Reiz aus. Charif Majdalani hat ein wunderbares, stilles, fast schon verträumtes Buch geschrieben, das dennoch &#8211; auf seine ganz eigene Art &#8211; sehr spannend und ungemein fesselnd ist. Ein kleines Juwel.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Unter diesen Umständen liegt es jedenfalls nahe, sich zu fragen, wie es einem jungen Abenteurer gelingen kann, solch intensive Gefühle auszulösen. Nur weil er jung und ein Abenteurer ist, und die mondäne Welt ihn von einer Aureole umgeben sieht? In seinem Blick eine Kraft und Energie erkennt, die brennt und einschüchtert? Natürlich kommt diese Aura hinzu, die ihm den Ruf einbringt, Gründer von Sultanaten zu sein, genauso wie dieser Beiname &lt;&lt;weißer Sultan&gt;&gt;. So wird er also bereits zur ersten Abendeinladung bei den Soussa empfangen wie seinerzeit Garibaldi in den Salons von Palermo oder Kosciuszko in Paris. Die Damen bedauern fast, dass er nicht in seiner Savannenkleidung auftritt, staubig und männlich, mit struppigem Bart und leuchtenden Augen. Aber er trägt Smoking und Schnürschuhe, ist sehr elegant. Ich vermute, er bringt jenes gewisse Etwas mit, das einnimmt, das die begierigen Blicke junger Frauen anzieht: die selbstverständliche Gewissheit einer viktorianischen <em>Erziehung</em>, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann.</p>
</blockquote>
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		<title>Neal Stephenson: Anathem &#8211; deutsche Ausgabe</title>
		<link>http://planet9.wordpress.com/2009/09/23/neal-stephenson-anathem-deutsche-ausgabe/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 12:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Na bitte! Die deutsche Ausgabe von Neal Stephensons grossartigem Roman &#8222;Anathem&#8220; ist endlich angekündigt für Januar 2010, Preis ca. 29,95 €!
HIER geht&#8217;s zur Besprechung der Original-Ausgabe&#8230;

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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=287578&amp;frm=false&amp;fbm=false" target="_blank"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2224" title="Neil Stephenson: Anathem (deutsche Ausgabe)" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/09/stephenson_anathem-deutsch.jpg?w=63&#038;h=96" alt="stephenson_anathem-deutsch" width="63" height="96" /></a>Na bitte! Die deutsche Ausgabe von Neal Stephensons grossartigem Roman &#8222;Anathem&#8220; ist endlich angekündigt für <strong>Januar 2010</strong>, Preis ca. 29,95 €!</p>
<p style="text-align:justify;"><em><a href="http://planet9.wordpress.com/2009/01/03/neal-stephenson-anathem-1/" target="_self">HIER</a></em> geht&#8217;s zur Besprechung der Original-Ausgabe&#8230;</p>
<p><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=287578&amp;frm=false&amp;fbm=false" target="_blank"></a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/planet9.wordpress.com/2222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/planet9.wordpress.com/2222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/planet9.wordpress.com/2222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/planet9.wordpress.com/2222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/planet9.wordpress.com/2222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/planet9.wordpress.com/2222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/planet9.wordpress.com/2222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/planet9.wordpress.com/2222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/planet9.wordpress.com/2222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/planet9.wordpress.com/2222/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2222&subd=planet9&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Neil Stephenson: Anathem (deutsche Ausgabe)</media:title>
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	</item>
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		<title>John Burnside: Glister</title>
		<link>http://planet9.wordpress.com/2009/09/20/john-burnside-glister/</link>
		<comments>http://planet9.wordpress.com/2009/09/20/john-burnside-glister/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 23:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
&#8222;Glister&#8220; von John Burnside (Deutsch von Bernhard Robben) ist ein Buch wie ein Gedicht: wunderschöne Sprache und eine Bedeutung, die man mehr erfühlen als begreifen kann. Das jedenfalls ist mein Eindruck.
Das Buch: Schon seit Jahre verschwinden in Innertown heranwachsende Jungs. Man ist zwar beunruhigt, aber niemand unternimmt etwas. Die offizielle Darstellung ist, dass die Jungs [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2179&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=282515" target="_blank"><img class="size-full wp-image-2192 alignleft" title="John Burnside: Glister, Verlag Knaus" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/09/glister.jpg?w=105&#038;h=96" alt="John Burnside: Glister" width="105" height="96" /></a>&#8222;Glister&#8220; von <a href="http://www.contemporarywriters.com/authors/?p=auth02A2H183312626308" target="_blank">John Burnside</a> (Deutsch von Bernhard Robben) ist ein Buch wie ein Gedicht: wunderschöne Sprache und eine Bedeutung, die man mehr erfühlen als begreifen kann. Das jedenfalls ist mein Eindruck.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Das Buch:</strong> Schon seit Jahre verschwinden in <em>Innertown</em> heranwachsende Jungs. Man ist zwar beunruhigt, aber niemand unternimmt etwas. Die offizielle Darstellung ist, dass die Jungs vermutlich weggelaufen sind, denn der Roman spielt in einer Gegend Englands, die durch eine mittlerweile stillgelegte Chemiefabrik entsetzlich verseucht wurde. Die Menschen, die dort früher arbeiteten, sind krank oder schon tot. Und da die Fabrik der einzige nennenswerte Arbeitgeber war, betrifft das fast alle Eltern der Kinder von <em>Innertown</em>. Die Heranwachsenden sind so sich selber überlassen, niemand kümmert sich um sie &#8211; im Gegenteil, viele von ihnen müssen sich um ihre Eltern kümmern.<br />
So auch Leonard, über weite Strecken der Ich-Erzähler des Buchs. Seine Mutter hat die Familie vor vielen Jahren verlassen, der Vater vegetiert nur noch vor sich hin. Leonard ist ein Aussenseiter, sein einziger Freund ist der Bibliothekar John.</p>
<p style="text-align:justify;">Und dann ist da noch Elspeth, die Leonard eines Tages anspricht und ihn fragt, ob er nicht mit ihr gehen wolle. Elspeth hat nur Interesse an einer Sache: Sex. Leonard ist da nicht abgeneigt, auch wenn er Elspeth manchmal recht lästig findet.<br />
Auf seltsamen Wegen wird Leonard beinah Teil einer Bande von Jugendlichen, die durch die verseuchte Landschaft zieht und mutierte Tiere jagt. Auch hier bleibt er Aussenseiter, geht jedoch mit, als beschlossen wird einen anderen Aussenseiter zu &#8222;befragen&#8220;, der vielleicht &#8211; so die Vermutung des Bandenführers &#8211; etwas über die verschwundenen Jungen weiss. Und obwohl Leonard klar ist, dass etwas furchtbares passieren wird, kann er es dennoch nicht verhindern&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Glister&#8220; ist ein Buch voller Andeutungen. Man fühlt sich an Bilder aus Tschernobyl erinnert und es ist sicher kein Zufall, dass es eine Anspielung gibt auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrei_Arsenjewitsch_Tarkowski" target="_blank"> Tarkowskis</a> &#8222;Stalker&#8220;:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Elspeth bekommt immer noch Albträume, wenn sie an diesen einen Film denkt, in dem irgendein Typ mit einem großen schwarzen Hund durch eine vermüllte Landschaft läuft, und die Kamera mal näher an eine Glasscherbe, mal an ein Buch oder sonst was heranfährt, während jemand, den man nie zu Gesicht bekommt, aus dem Off quasselt und überall Wasser tröpfelt; mehr passiert nicht, und das geht über vier Stunden so &#8211; <em>auf Russisch</em>.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Überhaupt spielen Filme und Bücher eine grosse Rolle, sie sind für Leonard die einzige Verbindung zur Aussenwelt &#8211; und für den Leser einer der wenigen Hinweise darauf, dass der Roman tatsächlich in unserer Gegenwart spielt (denn beim Lesen hatte ich immer eher den Eindruck, das die Handlung in den 50er Jahren angesiedelt sei):</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Er liebt es, eine Frau zu beobachten, wenn sie nachts langsam durch ein Gebäude streift und der Strahl ihrer Taschenlampe durch die unbekannte Dunkelheit wandert, Agent Scully in einer Lagerhalle, die nach einem Verdächtigen mit übermenschlichen Kräften sucht, Catherine Willows vom CSI in einem Vorstadthaus oder Studentenheim, die eine Leiche nach der anderen findet, während sie sich langsam durch das Gebäude vorarbeitet.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Was es mit dem Verschwinden der Jungs auf sich hat, bleibt eher ungewiss. Zwar erfahren wir schon im ersten Kapitel, dass auch Leonard einer der Verschwundenen ist, doch seine Erzählung macht am Ende dann wenig Sinn. So ist &#8222;Glister&#8220; alles andere als ein Krimi, es geht dem Autor wohl mehr darum, zu zeigen, was eine aus den Fugen geratene Gesellschaft und eine ruinierte Natur mit unseren Kindern anstellen können. Vielleicht. Aber wie bei einem guten Gedicht kann eigentlich jeder das aus der Geschichte mitnehmen, das er mitnehmen möchte&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Und weil es so ein wunderschönes Buch ist, über das man eigentlich wenig sagen kann, hier noch eine meiner Lieblingsstellen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Plötzlich wusste ich, dass er mich nur auf den Arm genommen hatte, und von diesem Augenblick an mochte ich ihn irgendwie. Schließlich verdankte ich es John, dass ich noch einmal zu Herman Melville griff. Ich kannte eine überarbeitete Fassung von <em>Moby Dick</em> aus der Kinderbücherei, nicht aber den eigentlich Roman. Irgendwelche allgewaltigen Mächtigen hatten aus irgendeinem unerfindlichen Grund schon vor vielen Jahren beschlossen, dass sich <em>Moby Dick</em> als Kinderbuch eigne, woraufhin allerlei seltsame Ausgaben herausgebracht worden waren, samt und sonders gekürzt und illustriert und auf das bloße Skelett einer Abenteuergeschichte reduziert. Schlimmer noch, man hielt Melville für jemanden, der nur ein einziges Buch geschrieben hatte, weshalb ich, bis John kam, nichts von <em>Maskeraden</em> wusste, von <em>Bartleby, der Schreiber</em> oder <em>Billy Budd</em>. Niemand aber sollte je den ewigen Dank vergessen, den er jenem Menschen schuldet, der ihn zum ersten Mal dazu bringt, den wahren Herman Melville zu lesen. Laut John gehörte der ungekürzte <em>Moby Dick</em> ebenfalls zur fesselnden Lektüre &#8211; und er hatte recht, so wie er mit Proust und all den anderen Autoren recht hatte.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://planet9.wordpress.com/2009/09/20/john-burnside-glister/"><img src="http://img.youtube.com/vi/aGuHZLpw7Gk/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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		<title>Richard Morgan: The Steel Remains</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 18:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Fantasy-Roman von einem der härtesten SF-Schriftsteller der Gegenwart?
Als ich die Ankündigung las, wusste ich, dass ich dieses Buch haben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Ich bin ein Fan von Richard Morgan. Seine Romane um Takeshi Kovacs gehören zum besten, was das Science Fiction – Genre in den letzten Jahren meiner Meinung nach hervorgebracht hat. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2113&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><a href="http://planet9.wordpress.com/2007/12/08/richard-morgan-skorpion/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-2123" title="Richard Morgan" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/08/morgan-steelremains.jpg?w=150&#038;h=187" alt="morgan-steelremains" width="150" height="187" /></a>Ein Fantasy-Roman von einem der härtesten SF-Schriftsteller der Gegenwart?<br />
Als ich die Ankündigung las, wusste ich, dass ich dieses Buch haben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht!<br />
Ich bin ein Fan von Richard Morgan. Seine Romane um Takeshi Kovacs gehören zum besten, was das Science Fiction – Genre in den letzten Jahren meiner Meinung nach hervorgebracht hat. Sie sind kompromisslos hart, gewalttätig, inspiriert und glaubwürdig.<br />
Und nun schreibt er Fantasy?</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Das Buch:</strong> In einer Welt, die vielleicht unsere in einer weit entfernten Zukunft sein könnte, lebt der Schwertkämpfer Ringil Eskiath. Im Krieg ein Held, der die letzte Schlacht der Menschheit gegen das Echsenvolk anführte, verbringt er nun seine Tage in einem kleinen Nest fernab der grossen politischen Zentren und verdient sein Geld damit, dass er in einer Taverne Geschichten aus seiner Vergangenheit erzählt. Bis seine Mutter auftaucht und ihn bittet, zurückzukehren und einer in Not geratenen Cousine zu helfen. Widerwillig stimmt Ringil zu&#8230;<br />
Egar the Dragonbane ist Steppen-Nomade, Clanführer und ein grosser Krieger. Auch er ein ehemaliger Kriegsheld, sehnt er sich zurück aus der schlichten Welt der Nomaden in die viel zivilisiertere Welt des Kaiserreichs von Yhelteth – und zu seiner grossen Liebe. Intrigen und der Hass des Stammes-Schamanen zwingen ihn, seinen Stamm zu verlassen&#8230;<br />
Archeth ist die letzte ihres Volkes, der mächtigen Kiriathi. Als Beraterin des Kaisers von Yhelteth untersucht sie einen mysteriösen Angriff auf eine Hafenstadt und stellt etwas besorgniserregendes fest&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Soweit ist das ausserordentlich klassisches Fantasy-Material. Zu erwarten wäre, dass die drei, die auch im Krieg zusammen kämpften, sich wieder zusammentun um die Bedrohung für die zivilisierte Welt abzuwenden. Aber natürlich hat Morgan in &#8222;The Steel Remains&#8220; einige Überraschungen parat. So zum Beispiel Ringils Homosexualität (die im Verlauf der Geschichte eine grosse Rolle spielt), die Tatsache, dass weder das Kaiserreich noch die Städte der Liga sehr zivilisiert sind (es gibt das klassische „Gute“ hier nicht, für das unsere Helden kämpfen sollen), die Bedrohung selbst – die Aldrain – sind vielleicht gar nicht so übel&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Richard Morgan entfaltet eine komplexe Geschichte, in der außerirdisches Leben, Quantentheorie, Schwert und auch Magie aufeinanderprallen. Während die Herkunft der nicht-menschlichen Rassen der Aldrain und Kiriathi erklärt wird, bleibt einiges doch überirdisch – vielleicht doch das Wirken von Göttern?<br />
Insgesamt ist „The Steel Remains“ ein grossartiger Roman, der aus den Klischees des Genres auf bemerkenswerte Weise Kleinholz macht. Mit der Morgan eigenen Härte geschrieben, ist es ein Fantasy-Roman für Erwachsene, voller grausiger Beschreibungen, blutiger Kämpfe und detaillierter Sex-Szenen. Die fantastische Welt wird mit allen Konsequenzen durchdacht, es bleibt nichts von der Märchenhaftigkeit anderer Fantasy-Geschichten. Wo sonst findet man Beschreibungen des unsäglichen Leidens der Zivilbevölkerung, der Grausamkeiten der siegreichen Soldaten (der „Guten“ wohlgemerkt) oder der politischen Kleinmütigkeit der Herrschenden im Angesicht einer Bedrohung für die gesamte menschliche Bevölkerung?</p>
<p style="text-align:justify;">Nichts für all jene, die noch einen weiteren Tolkien-Klon suchen, aber eine unbedingte Lese-Empfehlung für den, der einen spannenden, intelligenten und harten fantastischen Roman sucht. Ich habe das Buch mit einem tief befriedigten &#8222;Wow!&#8220; zugemacht&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Erscheint im März 2010 auch als deutsche Ausgabe unter dem Titel &#8222;Glühender Stahl&#8220;&#8230;</em></p>
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		<title>Anonymus: Das Buch ohne Namen</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 09:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessebird</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[horror]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ganz sicher eines der merkwürdigeren Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.
„Der Kultroman aus Grossbritannien erschien zuerst im Selbstverlag und eroberte seine Leser über das Internet.“ &#8211; So steht es im Klappentext. Wenn man das Buch gelesen hat, könnte man auf die Idee kommen, dass es die Verlagslektoren waren, die diesen Satz dort [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=planet9.wordpress.com&blog=1376167&post=2119&subd=planet9&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">
<div id="attachment_2143" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.thebookwithnoname.com/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-2143" title="anonymus-buchohnenamen" src="http://planet9.files.wordpress.com/2009/08/anonymus-buchohnenamen.jpg?w=150&#038;h=207" alt="Das Buch ohne Namen" width="150" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Das Buch ohne Namen</p></div>
<p>Ganz sicher eines der <strong>merkwürdigeren</strong> Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.</p>
<p style="text-align:justify;">„Der <strong>Kultroman</strong> aus Grossbritannien erschien zuerst im Selbstverlag und eroberte seine Leser über das Internet.“ &#8211; So steht es im Klappentext. Wenn man das Buch gelesen hat, könnte man auf die Idee kommen, dass es die Verlagslektoren waren, die diesen Satz dort stehen haben wollten, denn sicher würde kein Lektor mit klarem Verstand ein solches Buch erscheinen lassen?</p>
<p style="text-align:justify;">Worum geht es? Ganz grob: In der Stadt Santa Mondega, die zwar in den USA liegt, irgendwie aber nicht wirklich ein Teil der „normalen“ Welt ist, taucht kurz vor einer totalen Sonnenfinsternis ein Fremder auf – The Bourbon Kid – und richtet ein <strong>Massaker</strong> an&#8230;<br />
Fünf Jahre später steht die nächste totale Sonnenfinsternis in Santa Mondega bevor (ein deutlicher Hinweis, wie ungewöhnlich die Stadt ist), es häufen sich grausige <strong>Morde</strong>, Gerüchte behaupten, dass Bourbon Kid wieder in der Stadt sei. Außerdem taucht ein geheimnisvoller Stein auf, das „Auge des Mondes“, dem magische Kräfte nachgesagt werden, und der schon bei Bourbon Kids erstem Massaker eine Rolle gespielt hatte. Zwei kampfstarke und naive <strong>Mönche</strong> sind auf der Suche nach dem Stein, ein wilder Kopfgeldjäger, ein skrupelloser Gangsterboss – und schlimmeres&#8230;<br />
Folgendes spielt im Laufe des Buchs noch eine Rolle: Untote (Vampire, Werwölfe, etc), der <strong>heilige Gral</strong>, verschiedene Killer und Ganoven, ein Vampirjäger, zwei ungleiche Cops, die Partner werden, Wahrsagerei, ein Buch ohne Namen, eine <strong>Leihbücherei</strong> und Blut. Sehr viel Blut!</p>
<p style="text-align:justify;">„Das Buch ohne Namen“ lässt kein<strong> Klischee</strong> aus, klaut fleissig aus Filmen und Popliteratur – und bleibt trotzdem irgendwie blass, <strong>blutleer</strong> möchte man sagen. Zum einen liegt das daran, dass immer wieder das gleiche Muster wiederholt wird – eine schillernde Gestalt taucht auf, sieht ein paar Kapitel ziemlich gut aus – und nimmt dann ein grausliches Ende. Nehmen wir mal den „King“:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Es war später Vormittag, als der Mann, den sie Elvis nannten, triumphierend in die Tapioca Bar stolzierte. Er bewegte sich, als würde er zum Takt von Suspicious Minds auf einer Bühne Jive tanzen – nicht nur in diesem Augenblick, sondern grundsätzlich. Es war, als hätte er unsichtbare Kopfhörer übergestreift, die ununterbrochen die Melodie spielten.<br />
[...]<br />
Elvis war nicht nur cool, er sah auch so aus. Zumindest für jemand, der immer angezogen war wie Elvis Presley. Eine Menge Leute denken, Elvis-Imitatoren sehen albern aus und machten sich selbst völlig zum Affen, doch über diesen Burschen dachte das niemand. Er erinnerte die Leute daran, wie unglaublich cool der echte King gewesen war, bevor er nicht mehr cool gewesen war. Sozusagen.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Dieser Elvis ist ein <strong>Killer</strong>, der für den Barmann der <em>Tapioca Bar</em> den Mörder seines Bruders und seiner Schwägerin finden und „erledigen“ soll. Der King macht sich auf die Suche, tötet einen Mann (leider nicht den richtigen) und dann&#8230;</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Und dann sah er den Toten an der Decke hängen. Es war sein Blut, das auf die Decke tropfte.<br />
Der Mann war durchbohrt worden. Buchstäblich an die Decke genagelt mit einer Anzahl kleiner Messer. Einige steckten in seinen Händen, einige in seinen Füßen, einige in seiner Brust. Ein weiteres steckte in seinem Hals, zwei steckten in seinen leeren Augenhöhlen, und es sah aus, als steckte eins in seinem Schritt. <em>Gütiger Himmel! Aua!</em></p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Das ist das Ende von Elvis&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">So geht es praktisch allen, die in diesem Buch auftauchen: einige Kapitel später sind sie tot. Das ist Anfangs noch unkonventionell und spassig – aber sehr schnell einfach <strong>ermüdend</strong>. Man wünscht sich, dass irgendwer, der ein kleines bisschen sympathisch ist, etwas länger lebt&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Der zweite <strong>ärgerliche Punkt</strong> ist, dass der Autor offenbar die Beschreibung von <strong>Action</strong> fürchtet. Ganz gleich wer wen tötet oder wer mit wem kämpft – fast immer bricht die Geschichte am Anfang des Kampfes ab und setzt wieder ein, wenn einer der Kontrahenten tot ist. Immer erfahren wir erst hinterher von der (immer sehr grausig zugerichteten) Leiche. Auch das ist <em>gezielt</em> eingesetzt ein nettes Stilmittel, wird hier aber wirklich übertrieben.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Witzig</strong> ist „Das Buch ohne Namen“ eigentlich<strong> nie</strong>. Jedenfalls fand ich das. Manchmal (aber leider nicht sehr oft) hat es die gleiche <strong>Faszination</strong>, die ein Tarantino-Film hat (das sicher beabsichtigt) oder wie ein richtig schlechter Italo-Western (auch beabsichtigt?), über weite Strecken ist es aber einfach ermüdend. Die immer gleichen schmierigen Typen, die an einen noch schmierigeren Typen geraten und dann tot sind. Gähn! Am Ende nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, ein paar Dinge werden klarer (bei weitem nicht alle!) und es gibt einen netten mystischen Touch. Aber alles in allem ist „Das Buch ohne Namen“ eine grosse Enttäuschung für mich gewesen. Dabei fand ich den Klappentext so vielversprechend!<strong> Schade</strong>&#8230;</p>
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