Moby Dick – Nachtrag

Für alle, die sich jetzt für „Moby-Dick“ interessieren, hier ein paar Worte zu den (deutschen) Ausgaben.

Wer immer kann, sollte das Buch natürlich im Original lesen. (Wer’s mal versuchen möchte: hier kann man den kompletten Text online lesen.) Aber: das ist schwierig. Ich lese selbst eine Menge englischer Bücher, ich habe in der Regel keine Probleme damit. Aber „Moby-Dick“ im Original ist schwere Kost. Die Sprache ist kunstvoll, eigenwillig, stilistisch anspruchsvoll und dann auch noch durchsetzt mit Fachbegriffen aus Seefahrt und Walfang. Dann vielleicht doch lieber die Übersetzung…

Davon gibt’s zwei neue: die von Matthias Jendis bei Hanser (Taschenbuch bei BTB) und die von Friedhelm Rathjen (im Augenblick nur bei Zweitausendeins zu bekommen, im Herbst bei marebuchverlag mit CDs). Die Übersetzung von Jendis ist großartig. Sie ist außerordentlich gut lesbar und vermittelt dennoch ein Gefühl der Sprachgewalt, die Melville in seinem Buch entfesselt hat. Sie ist besser als alle vorherigen Übersetzungen und uneingeschränkt zu empfehlen. Die Übersetzung von Rathjen würde ich jedem empfehlen, der die andere bereits kennt und sich in „Moby-Dick“ verliebt hat, so wie ich. Rathjen bleibt so nah wie irgend möglich am Original, was manchmal das Lesen ziemlich schwierig macht, aber dann auch immer wieder ganz wunderbare Passagen hervorbringt. Dazu gibt es einen sehr schönen Artikel hier

Ein Gedanke zu “Moby Dick – Nachtrag”

  1. die Jendis-Übersetzung ist fantastisch, ich habe noch eine Ausgabe in einer Übersetzung von Alice und Hans Seiffert, Leipzig 1968, die hält dem vergleich mit Jendis nicht stand.
    Dein Blog gefällt mir, ich werde Dich in meine Blogroll aufnehmen.
    http://smoel.wordpress.com/

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