Michael Cordy: Das Nazareth-Gen

Das Nazareth-GenBeim Aufräumen meines Bücherregals ist mir mal wieder ein älterer Titel in die Hände gefallen, den ich heute empfehlen möchte: Das Nazareth-Gen. Die deutsche Ausgabe ist 1997 erschienen – also lange vor dem Dan-Brown-Hype. Warum dieser Thriller nicht genauso eingeschlagen hat, wie ein paar Jahre später „Illuminati“ und „Sakrileg“, das ist eines der Rätsel der Buchbranche.

Denn alle Zutaten sind da: geheime Bruderschaften, verschollene Artefakte, wissenschaftliche Visionen. Den Helden in Cordys Roman finde ich allerdings deutlich glaubwürdiger als den in Browns Geschichten. Und auch die wissenschaftlichen Aspekte erscheinen mir überzeugender.

Die Story: Als Genforscher und Arzt Tom Carter seine Frau bei einem Anschlag verliert und bei der Obduktion ein Gehirntumor festgestellt wird, an dem auch seine Tochter Holly zu erkranken droht, sieht Carter nur eine Möglichkeit. Wenn Jesus tatsächlich lebte und heilte, dann ist diese Heilungsfähigkeit vielleicht in seinen Genen zu finden. Könnte Carter an die DNA Christus‘ gelangen, dann könnte er – dank seiner neuesten, bahnbrechenden Erfindung – damit seine Tochter retten. Eine geheime Bruderschaft, die seit 2000 Jahren gewisse Reliquien hütet, könnte ihm dabei helfen – doch sie verfolgen natürlich auch eigene Ziele.

Erzählt ist das ganze außerordentlich rasant und durchaus logisch – Carter ist keiner von den Thrillerhelden, die nur um die Geschichte noch ein bisschen spannender zu machen, in jede Falle tappen.

Für Freunde schneller High-Tech-Thriller ein durch und durch empfehlenswertes Buch!