Lee Child: Nothing to Lose (Teil 2)

Nothing to LoseAlso: mir hat es Spass gemacht, diesen Roman zu lesen. Aber auf etwas andere Art als die Vorgänger. In „Nothing to Lose“ ist Jack Reacher älter geworden. Das merkt der Leser und das merkt vor allen Dingen auch Reacher. Nicht das er langsamer oder weniger hart in Kämpfen wäre – keine Sorge, er gewinnt noch immer jede Prügelei. Aber er macht sich etwas mehr Gedanken als in früheren Romanen. Meiner Meinung nach schadet das nicht, aber das kann man auch anders sehen… Meine Lieblingsszene ist die, in der es ums Rasieren geht (bewußt so schwammig formuliert – wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine).
Und besonders angetan war ich von der politischen Aussage. Wo Lee Child bislang höchstens Hurra-Patriotismus verbreitet hat, ist er jetzt politisch deutlich umgeschwenkt. Reacher ist natürlich immer noch Ex-Soldat und als solcher auch Patriot, aber er hat seine Bedenken bezüglich der Führung und auch in Bezug auf solche Dinge wie Homeland Security.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Reacher weitergeht. Meine persönliche Vermutung nach „Bad Luck and Trouble“ war die, das wir bald einen Lee Child – Roman über Frances Neagley lesen werden. Und das halte ich nach wie vor für wahrscheinlich…