Judy Blume: Luis und Amanda

Luis und Amanda“ aus dem jungen Verlag Tulipan ist ein richtiger Glücksgriff! Aus dem amerikanischen Englisch übertragen von Brigitte Jakobeit, sparsam aber liebevoll illustriert von Karsten Teich.

Luis (genannt „der Nervzwerg“) und Amanda (genannt „die Superschlaue“) sind Geschwister. Und wie es so ist (oder sein sollte!) bei Geschwistern – sie haben ihre Probleme miteinander, aber wenn es ernst wird, halten sie zusammen. Abwechselnd erzählen die beiden aus ihrem Alltag, Luis aus dem eines Erstklässlers, der seine Sorgen hat mit „Fieslingen“ aus der Fünften, mit seinem Kuscheltier und seinem Fussballtraining. Amanda geht schon in die dritte Klasse, ihre Sorgen haben schon mehr zu tun mit Jungs, mit Parties und der Unzufriedenheit mit ihrem Namen…
Wer selber (wie ich) zwei Kinder in ähnlicher Alterskonstellation hat, der erkennt vieles wieder. Und er erkennt, mit wie viel Sympathie die Figuren dargestellt sind. An keiner Stelle lacht man „über“ Luis oder Amanda – man lacht mit ihnen.

Wunderbar geeignet zum Vorlesen, auch zum Selberlesen, vielleicht so ab 8.