STAR TREK (XI)

Im vergangenen Jahr ins Kino gekommen, Ende 2009 schon als DVD erschienen und jetzt erst habe ich den Film gesehen. Ich – als lebenslanger Star-Trek-Fan – bin begeistert!

„Star Trek XI“ erzählt die Geschichte der jungen Helden, Kirk, Spock & Co., und er tut das so respektvoll und doch auf seine eigene Art, dass einem ganz warm ums Herz wird.
Mr. Spock ist eines meiner jugendlichen Idole, ich bin mit „Raumschiff Enterprise“ gross geworden, lange bevor „Star Wars“ existierte, reiste ich mit der Enterprise in die unendlichen Weiten des Weltraums. Schaut man sich heute die originale Serie an, kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, aber damals war das neu und aufregend. Die Helden von damals sind in die Jahre gekommen (DeForest Kelly und James Doohan leider schon verstorben), und nun gibt es trotzdem ein Wiedersehen mit ihnen.

Dabei wird nicht einfach nur erzählt, wie das, was wir schon kennen, begann – in ST XI wird eine neue Geschichte begonnen, mit bekannten Figuren. Durch eine Zeitreise wird die Zeitlinie verändert, die in die Star-Trek-Zukunft führte, die bekannt ist. So wächst zum Beispiel Kirk hier ohne Vater auf, Spocks Heimat wird zerstört – in der Folge beginnt Kirks Dienst anders als bekannt, er wird Jahre früher zum Captain der Enterprise. Doch trotz all dieser Unterschiede, ist vieles bekannt. Die „Enterprise“ ist zwar moderner geworden – doch im Grunde ist es das altbekannte Schiff.
Die eigentliche Filmstory ist nicht so furchtbar originell (abgesehen von diesem genialen Twist mit der Zeitreise und der daraus resultierenden Änderung der Zeitlinie), das wird aber mehr als wettgemacht durch viel Action, tolle Special Effects – und eine Menge Anspielungen für den eingefleischten Fan (ich sage nur „Kobayashi Maru„!). Die Schauspieler – allen voran Chris Pine als Kirk und Zachary Quinto als Spock – machen ihre Sache ausgezeichnet, man erkennt die Charaktere wieder, ohne das Gefühl zu haben, dass da jemand den „Shatner“ oder „Nimoy“ spielt.
Bei so viel Licht gibt es natürlich auch ein bisschen Schatten:
Zum Beispiel – warum so viele Rohre und Ventile auf einem Raumschiff? Die ganze „Enterprise“ (und auch die „Kelvin“) scheint ein Innenleben zu haben, das der Wunschtraum eines jeden Klempners sein dürfte. Und diese Szene, in der Scotty durch die Wasserrohre gespült wird, ist doch sehr albern.
Und – seit wann haben Phaser denn einen Rückstoss? Als Kirk und Spock auf der „Narada“ in eine Schiesserei geraten, sieht das aus, als würden sie ihre Colts abfeuern – seltsam. Auch die Waffen der Enterprise vermitteln den Eindruck, dass es sich weniger um Strahlwaffen als vielmehr um Leuchtspurgeschosse handelt. Sieht schick aus, ist aber irgendwie merkwürdig.
Sehr positiv fand ich aber die Übertragung ins Deutsche – da wird McCoy wieder „Pille“ (und nicht „Bones“, womit ich fest gerechnet hätte) und selbst die blödsinnige Übersetzung des Vorspanntextes: „Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor…“ wurde beibehalten. (Obwohl mittlerweile jeder Fan weiss, dass die „Enterprise“ eben nicht bis in andere Galaxien fliegen kann…) Aber dieser Text ist Kult und man hat gut daran getan, ihn nicht zu ändern!

Ich freue mich schon auf den nächsten Film der Reihe!

Crew der Enterprise
via kulthit.de

Fazit: Die Helden meiner Jugend sind zwar alt geworden – aber jetzt sind sie wieder jung!

Ein Gedanke zu “STAR TREK (XI)”

  1. Ich bin zwar altersbedingt kein “Star Trek”-Fan der allerersten Stunde, aber besonders die zehn Filme (wenn auch bei einigen mit Abstrichen) gefielen mir ziemlich gut. “Star Trek XI” nun hat mich ebenfalls richtig begeistert. Toll ausgesuchter Cast, technisch überragend. Klar, wie du sagst, unbedingt originell ist er nicht, aber für einen Neuanfang, um dieses „frische“ Universum zu präsentieren, halte ich das Gebotene für absolut ausreichend. Klasse Film!

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