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Anthony E. Zuiker ist der „Schöpfer von CSI„, wie es gross vom Cover prangt – und das merkt man.
In „Level 26″ erfahren wir, dass die amerikanische Bundespolizei Gewaltverbrecher in 25 Kategorien einteilt, von 1 für Gelegenheitstäter bis 25 für die abscheulichsten Serienkiller. Und nun raten Sie mal, warum das Buch „Level 26″ heisst…
Mit den schlimmsten Verbrechen beschäftigt sich eine Sondereinheit des FBI, die „Special Circumstances Division“, einer ihrer besten Agenten war Steve Dark. Doch Dark kam vor einigen Jahren dem schlimmsten aller Verbrecher zu nahe. Dafür musste er einen furchtbaren Preis zahlen – und quittierte den Dienst.

Dieser Verbrecher wird vom FBI „Sqweegel“ genannt, er mordet seit Jahrzehnten, hinterlässt nicht die geringste Spur (da wären die Jungs und Mädels von CSI ziemlich ratlos!) und ist – natürlich – extrem grausam. Nun plötzlich wird er in die Kategorie 26 eingestuft, die es eigentlich garnicht gibt. Politischer Druck macht’s möglich, der Verteidigungsminister der USA fühlt sich angegriffen. Und so setzt er Darks ehemaligen Chef Riggins darauf an, Steve Dark wieder ins Team zu holen. Was noch keiner weiss: genau das ist Sqweegels Plan…

- Wenn Sie das Buch noch selbst lesen möchten, sollten Sie hier nicht weiterlesen! -

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Hohler / Heidelbach: Das grosse BuchAls Ergänzung zum gestrigen Vorlesetag hier noch eine Vorlese-Empfehlung.
Franz Hohlers gesammelte Geschichten, wunderbar illustriert von Nikolaus Heidelbach. Für etwas ältere Kinder (ab 6 vielleicht). 91 Geschichten – von der ganz kurzen „Der große Zwerg“:

Es war einmal ein Zwerg, der war 1,89 m groß.

bis zu solchen, die mehrere Seiten lang sind und wirkliche Geschichten erzählen. Alle sind wenigstens ein bisschen skurril, manche auch sehr. So gibt es die Geschichte „Der Traumprinz“, in der ein Prinz einen Drachen besiegt (wenn auch auf unkonventionelle Art) und dafür die Prinzessin bekommt. Dann aber erklärt er seiner Frau, dass er sich lieber um den Haushalt (und später die Kinder) kümmern wolle, als die Armee des Königs zu befehligen. Was der Prinzessin ganz recht ist, denn „sie war Ohrenärztin und hatte so viele Patienten, die zu ihr kamen, dass sie froh war, wenn sie sich am Mittag an einen gedeckten Tisch setzen konnte“.
In einer anderen Geschichte rettet ein junger Jäger eine sprechende Moorkatze und erhält zum Dank ein Zauberschächtelchen und „wenn er dieses Schächtelchen öffne, werde ihm ein Wunsch erfüllt“. Der Jäger wünscht sich dieses und jenes, erhält aber regelmässig die Antwort: „Ooooh, das ist zu schwer für mich, da musst du eine größere Schachtel fragen!“ Ein einziges Mal aber erfüllt die Schachtel einen Wunsch – und das reicht aus…
Die merkwürdigeren Geschichte sind jene, bei denen sich Vorleser und Zuhörer hinterher anschauen und sich fragen: „Und was soll das?“ – Wie die von den drei Riesen, die im Parkhaus die Autos zertrümmern.

Nachher trafen sie sich am Ausgang, gingen zusammen fort und kamen nie wieder.

Alle Geschichten machen auch dem Vorlesenden Spass – und das hat man ja nicht immer. Und wenn die „Zielgruppe“ mal völlig verständnislos schaut, dann liest man halt noch eine vor – sie sind ja nicht lang.

Ein Stöckchen von Hape! Und das geht so:

Die Regeln: Ich beantworte die drei Fragen, die sich die Welt wo weiß ausgedacht hat, denke mir drei neue Fragen aus und schmeiße das Stöckchen drei Bloggern zu, die meine Fragen beantworten, sich drei neue Fragen ausdenken, den Stock an drei Blogger werfen usw.

Also, hier kommen die drei Frage, die sich Hape ausgedacht hat:

1. Warum magst Du Science Fiction Bzw. warum magst Du Science Fiction nicht?

Also erstmal: ich MAG Science Fiction! Eines meiner prägenden Kindheitserlebnisse war sicher „Krieg der Sterne“ im Kino. „Raumschiff Enterprise“ habe ich geliebt, die „Perry Rhodan“-Hefte verschlungen. Warum? Weil es für einen kleinen Jungen nichts cooleres gibt als ein Lichtschwert (vulgo Laserschwert) – naja, vielleicht noch Han Solos Blaster. Oder ein Ultraschlachtschiff der Dingensbums-Klasse mit mehreren Kilometern Durchmesser und unvorstellbarer Feuerkraft (wie bei Perry Rhodan). Heute sehe ich das etwas differenzierter…
Ich lasse mich von Büchern gerne überraschen. Ich will etwas Unbekanntes entdecken. Wo ginge das besser als in SF-Literatur? Zum Beispiel Neal Stephensons „Anathem„: eine völlig neue Welt, zwar irgendwie bekannt aber doch immer wieder erstaunlich und fremd.
Und was auch eine Rolle spielt: viele Autoren in diesem Genre haben eine zentrale Idee und entwickeln davon ausgehend eine Zukunftsvision. Das ist (im besten Fall) konsequent und logisch gemacht, was mir einfach gefällt. Ein schönes Beispiel sind die Romane um Takeshi Kovacs von Richard Morgan. Darin wird der Frage nachgegangen, wie unsere Zivilisation sich verändern würde, wenn man das menschliche Bewusstsein abspeichern und auf andere Körper übertragen könnte. Natürlich nicht als dröges Gedankenexperiment, sondern mit Action und Spannung garniert.

2. Welches ist dein Lieblingsbuch (notfalls auch Film) aus dem Genre Science Fiction?

Oh, das ist schwer! Das oben erwähnte „Anathem“ käme in Betracht, „Die Sphären“ von Iain Banks fand ich toll, Die „Otherland“-Reihe von Tad Williams ist genial. Oder auch das wunderbare „Wettflug der Nationen“ von Hans Dominik, ein Buch, das so heute nicht mehr vorstellbar wäre. Und wo wir grade bei „Klassikern“ sind: „Auf zwei Planeten“ von Kurd Lasswitz hat mich auch sehr beeindruckt. Aber wenn ich irgendwo ein Lieblingsbuch angeben muss (bei meinen Kindern „grassieren“ gerade die Freundschaftsbücher), dann schreibe ich „Moby-Dick“ – das ist eine klare Sache…

3. Wer ist Dein Lieblingsautor (nicht unbedingt Science Fiction, aber würde mich interessieren)?

Tja. Auch nicht einfach. Ich definiere jetzt einfach mal „Lieblingsautor“ als einen Autor, bei dem das Herz ein bisschen schneller schlägt, wenn man erfährt, dass ein neues Buch kommt. Dann würde ich sagen im Augenblick ist Richard Morgan mein Lieblingsautor im Bereich SF. Weil seine Sachen immer beeindruckend und manchmal ausserordentlich überraschend sind. Und weil ich mir einen neuen Roman von ihm unbesehen kaufen würde…

Dieses war der erste Streich…

Nun also noch drei Fragen von mir an drei Blogger, hmmm…

1. Wo kaufst Du am liebsten deine Bücher?

2. Wie wählst Du aus, was du kaufst? Also: wieso dieses Buch und nicht jenes?

3. Beim Hedoniker gab es neulich eine Liste mit 10 Punkten, die eine gute Buchhandlung ausmachen. Was wären die drei wichtigsten Punkte für Dich?

Die Fragen sollen gehen an: Flattersatz, Norella und an Lars. Aber natürlich darf auch jeder andere.

Mark Alpert: Die Wuerfel GottesEinen grossen Teil seiner späten Jahre verbrachte Albert Einstein mit der Suche nach der „Weltformel„, einer Verbindung der von ihm ungeliebten Quantentheorie mit seiner Relativitätstheorie, einer Formel, mit der sich alle beobachtbaren physikalischen Ereignisse beschreiben lassen. Er hat sie nicht gefunden (bislang ist das niemandem gelungen), doch was wäre wenn? Wenn er die Theorie gefunden hätte und hätte feststellen müssen, dass sich damit eine Waffe bauen liesse, im Vergleich zu der die Atombombe eine Knallerbse wäre? Das ist die Idee, aus der Mark Alpert seinen Thriller „Die Würfel Gottes“ (Übersetzung: Jochen Stremmel) strickt. Einstein hat die Formel gefunden, er hat sie aber nicht zerstört, sondern an seine vertrauenswürdigen Assistenten weitergegeben. Und jetzt versucht ein Bösewicht, an die Formel zu gelangen. Sein Handlanger dabei ist Simon, ein ehemaliger Speznas-Kämpfer und Tschetschenien-Veteran, der aber auch seine eigenen Ziele verfolgt…

Held der Geschichte ist David Swift, früher einmal Physik-Student und nun Wissenschaftsautor, der in die Geschichte hereingezogen wird, da er an der Universität mit einem der ehemaligen Assistenten Einsteins gearbeitet hat. Als dieser nach einem Überfall im Krankenhaus liegt, lässt er nach Swift rufen und verrät ihm eine geheimnisvolle Zahlenfolge. Wir ahnen es schon – es ist der Schlüssel zum Versteck der Formel. Auch die US-Regierung hat Interesse an den Informationen, Swift wird vom FBI festgenommen und verhört, doch natürlich gelingt ihm die Flucht und er macht sich auf die Suche nach Einsteins Weltformel, „dem heiligen Gral der Physik“, verfolgt vom FBI, der US-Armee, Verrätern und natürlich Simon, der eine blutige Spur hinterlässt. Doch Swift findet auch Mitstreiter, allen voran die Physikerin Monique Reynolds. Gemeinsam trotzen sie allen Widrigkeiten.

„Die Würfel Gottes“ ist in meinen Augen ein solider, spannender Thriller, dem eine interessante Idee zu Grunde liegt, die für meinen Geschmack aber ein bisschen zu kurz kommt. Einsteins Weltformel ist am Ende ein wenig blass, irgendwie langweilig. Natürlich kann man eine ziemlich bösartige Waffe damit konstruieren, aber als Leser hätte man sich ein wenig mehr „Erleuchtung“ erhofft. Was Alpert liefert ist eine abgewandelte Version der String-Theorie, wie man sie sehr schön zum Beispiel in „Das elegante Universum“ von Brian Greene (siehe auch Video unten) nachlesen kann.
Was positiv auffällt ist Simon, der eiskalte Killer, der hinter Swift her ist. Denn stellenweise ist er gar nicht so eiskalt, wir erfahren ein wenig über seine Vergangenheit und haben sogar etwas Verständnis für ihn – allerdings nur bis er so richtig „loslegt“…
Was mich stört (wie fast immer bei diesem Genre), ist der durchschnittliche Held, der immer wieder den Spezialisten entwischen kann, die hinter ihm her sind. Besonders markant die Stelle, in der sich Swift einen Flammenwerfer konstruiert. Aus einer Wasserpistole. Mit einem Killer auf den Fersen, in FBI-Gewahrsam und völliger Dunkelheit. Ganz schön cool – für einen Wissenschaftsjournalisten. Aber das ist halt so bei Thrillern. Damit muss man leben…

Verpasst…

…habe ich den „Abgabetermin“ für die „WordPress Logo Fun„-Aktion. Aber egal. Hier ist mein Beitrag…

wordpress for men ;)

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Übersetzen…

Moby-Dick Skript, Kap. 78 - kleinEin Kommentar des Übersetzers von „Glister„, Bernhard Robben, hat mich auf etwas aufmerksam gemacht: die Vernachlässigung der Übersetzung bei einer Buchrezension.

Ich habe grosse Hochachtung vor dieser Berufsgruppe, Menschen, die Literatur von einer Sprache in eine andere übersetzen. Es ist keine leichte Aufgabe, manchmal undankbar und (wie man hört) auch noch schlecht bezahlt.

Leider (für die Zunft der Übersetzer) ist es aber auch so, dass eine gut gemachte Übersetzung nicht auffällt. Nur wenn sie schlecht oder fehlerhaft ist, dann bemerkt man sie. Wie bei einem Dachdecker: kein Mensch ruft ihn an um zu sagen, dass ein Dach dicht ist. Aber wenn es durchregnet – oh weh!

Es gibt einige wenige Fälle, in denen ich mir Gedanken über die Übersetzung eines Buchs mache: bei „Moby-Dick“, weil es so viele unterschiedliche Übersetzungen gibt, bei „House of Leaves„, weil es kaum übersetzbar ist oder zum Beispiel bei „Wer länger lebt, ist später tot„, weil hier die Übersetzung teilweise ziemlich schlampig ist. In der Regel aber nehme ich die Übersetzung einfach als gegeben hin.

Ganz grundsätzlich möchte ich hier also alle Übersetzer loben, die ich nicht speziell erwähne. Euer Dach ist dicht! Gute Arbeit! Und ich werde mich bemühen, in Zukunft wenigstens mal die Namen zu erwähnen…

deltorohogan_diesaat„Die Saat“ von Guillermo Del Toro (eigentlich ja Regisseur – z.B. Pans Labyrinth, Hellboy) und Chuck Hogan (Endspiel) ist eine Vampirgeschichte. Aber was für eine!
Vampire haben im Augenblick mal wieder Konjunktur, nicht zuletzt dank Stephenie Meyers „Bis(s)“-Reihe. Das hier ist aber definitv nichts für die Fans von Edward & Bella…

„Denk lieber an jemanden mit einem schwarzen Cape. Mit langen Zähnen. Und einem komischen Akzent.“ Setrakian beugte sich vor. „Und dann ziehst du das Cape und die langen Zähne wieder ab. Und den komischen Akzent. Alles, was irgendwie komisch wirkt.“

Das ist so ungefähr die witzigste Stelle im ganzen Roman. Ansonsten ist „Die Saat“ ziemlich düster:
Auf dem Flughafen JFK in New York landet ein Flugzeug. Alle Passagiere sind tot. So scheint es jedenfalls. Sie sind leider alles andere als tot. Lebendig sind sie aber auch nicht mehr. Das ist der Anfang einer schrecklichen Plage, die über die Stadt hereinbrechen wird. Die Seuchenbekämpfungsexperten Ephraim Goodweather und Nora Martinez untersuchen das Flugzeug und stossen bald auf Unerklärliches. Mit Hilfe von Abraham Setrakian, einem alten Pfandleiher mit interessanter Vergangenheit und einschlägigen Erfahrungen, versuchen sie, das Schlimmste zu verhindern. Das Ende der Welt hat einen Namen: Vampire!
Diese Vampire sind allerdings anders als alles, was man so kennt. Kein Graf Dracula und auch kein Vampir Lestat, eher schon Zombies mit einem Durst nach Blut. Nichts menschliches ist mehr an ihnen. Dafür haben sie einen „Meister“, der über unglaubliche Macht verfügt. Dieser Meister ist es, der einen uralten Waffenstillstand zwischen den verschiedenen Vampirclans gebrochen hat und nun seine eigenen Ziele verfolgt. Die Menschheit könnte dabei auf der Strecke bleiben…

„Die Saat“ ist klasse konstruiert, spannend und kurzweilig geschrieben, glaubwürdig (für eine Vampirgeschichte), spielt in faszinierender Weise mit alten Vampirmythen und ist richtig gruselig! Natürlich ist nichts wirklich neu in diesem Buch – aber die Kombination ist gelungen. Gute Unterhaltung für lange Herbst- und Winterabende!
Übrigens: „Die Saat“ ist der erste Band einer Trilogie. Hoffentlich findet Del Toro neben all seinen anderen Projekten noch Zeit für die beiden folgenden Bände!

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